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Mittwoch, den 16. März 2016

Geschafft. Ich bin richtig stolz auf mich. Der Roman ist geschrieben, ich bin dabei, ihn zu überarbeiten und habe es außerdem noch geschafft, drei Utensilienhänger für das Ostergewinnspiel zu nähen. Wobei - ehrlich gesagt -  das Nähen zwischendrin macht einfach jede Menge Spaß. Vor allem, weil ich niemals Schnittmuster benutze, sondern mir alles selbst ausdenke. Jetzt bin ich gespannt, wer die Gewinner sind und freue mich aufs Päckchenpacken.






Montag, den 29. Februar 2016

Schreiben. Jeden Tag ein Stück weiterkommen. Mal nur drei Seiten, mal fünf. Manchmal auch sieben oder acht Seiten. Ein selbstgebautes Gefängnis, aus dem man nicht herauskommt, auch nicht will. Eine andere Welt, die ins Leben gerufen sein will. Manchmal rede ich mit Paul oder Lisa, schimpfe sie aus, lache mit ihnen, trinke mit ihnen Kaffee.

Noch vier Kapitel. Wenn sich nicht noch etwas Ungewöhnliches ereignet. Da weiß man nie ... bei Kitty sowieso nicht ...




Freitag, den 1. Januar 2016

Da ist es schon, das neue Jahr und irgendwie bin ich noch gar nicht darauf eingestellt. Gerade eben war doch noch Weihnachten, der Tannenbaum steht noch, ein paar vergessene Geschenke liegen darunter, nur der Adventskranz ist schon so trocken, dass ich ihn auf die Terrasse verbannt habe, Was fehlt, ist der Winter. Okay - auf 20 Grad Minus und Glatteis kann ich gut verzichten. Aber ein wenig Schnee wäre schon  angebracht. Ein paar Grade unter Null auch tagsüber. Rauhreif auf Zweigen und Hausdächern. Schneeüberzuckerte Wiesen. Stattdessen haben wir gründende Äcker, demnächst wird der Raps blühen und das Unkraut in meinem Garten feiert Orgien. Aber egal - momentan beffinde ich mich sowieso im September des Jahres 1924. Wo? In der Küche der Tuchvilla.








Sonntag, den 6. Dezember 2015

Noch bis morgen Nachmittag läuft das Nikolaus-Gewinnspiel auf facebook. Wer mitmachen will, findet es auf der Seite von Blanvalet Verlag und Anne Jacobs Autorin. Zu gewinnen gibt es drei Bücherbeutel mit je einem signierten Band der "Tuchvilla" oder ""Töchter der Tuchvilla. Ich wünsche allen Teilnehmern viel Glück!












Mittwoch, den 25. November "2015

Die Welt hat sich verändert - oder vielmehr: Wir nehmen plötzlich wahr, wie zerbrechlich unser Wohlstand und das gewohnte Leben sind. Von uns unbeachtet sind im Orient Konflikte eskaliert, die nun zu uns hinüberschwappen. Flüchtlinge suchen in gewaltigen Scharen Schutz vor Krieg und Armut, Attentäter leben unter uns verborgen, die bereit sind, auf Befehl zu töten ohne das eigene Leben zu achten. Ich lese Peter Scholl-Latour, versuche zu begreifen, wieso wir so lange über die Verhältnisse im Unklaren waren, was in der islamischen Welt vor sich geht, welche Chancen es gibt, die Lage zu beruhigen. Der Autor starb im vergangenen Jahr mit 90 Jahren, er war ein profunder Kenner der arabischen Welt, dem so freudig begrüßten "arabischen Frühling" stand er von Anfang an skeptisch gegenüber. In vielem hat er Recht behalten.

 




Freitag, den 6. November 2015

In zehn Tagen kommt der zweite Band der Geschichte um die Familie Melzer heraus: "Die Töchter der Tuchvilla". Darin" erzähle ich, wie es mit Kitty und Lisa weitergeht, aber auch das Schicksal von Marie und Paul spielt eine große Rolle. Der Erste Weltkrieg wird an den Menschen in der Tuchvilla nicht spurlos vorübergehen, es wird Opfer geben, die Fabrik steht vor dem Ruin, Beziehungen zerbrechen. Andere zeigen gerade in den Zeiten der Not ihre Stärke und sorgen dafür, das das Leben in der Tuchvilla weitergeht.

Ich kann sagen, dass ich ziemlich aufgeregt bin. Ich hoffe so sehr, dass dieses Buch meinen LeserInnen gefallen wird.  Auf jeden Fall habe ich es mit großem Engagement geschrieben - die Personen der Tuchvilla waren für viele Monate meine täglichen Gesprächspartner.








Mittwoch, den 28. Oktober 2015

Noch ist der Herbst bunt und es ist eine Freude, auf den sonnendurchfluteten Wegen spazieren zu gehen. Dabei kann ich in aller Ruhe über meine Romanfiguren nachdenken, das nächste Kapitel des Romans planen und die Dialoge laufen lassen. Wenn alles stimmt, reden die Personen einfach drauflos und ich müsste nur rasch mitschreiben. Momentan bin ich - nach anfänglicher Unlust - wieder sehr gut in meiner Geschichte angekommen und es macht richtig Spaß, daran zu arbeiten. Genau so soll es sein!








 

 

Samstag, den 17. Oktober 2015


Es ist Jahre her, da lief ich mutterseelenallein über die Buchmesse, kannte niemanden, sprach mit niemandem, fühlte mich wie eine Fremde, während überall an den Ständen die Insider miteinander redeten und Sekt tranken. Heute ist alles ganz anders. Freundliche Lektorinnen, lange, gute Gespräche, Tee und Kaffee, liebe KollegInnen und spannende, neue Kontakte. Ja, es war wieder einmal schön auf der Buchmesse, dafür lohnt es sich, mit plattgelaufenen Füßen, taubgeschwatzten Ohren und wunden Stimmbändern wieder nach Hause zu kommen. Um sich mit frischem Elan in die Arbeit zu stürzen.











Montag, den 12. Oktober 2015

Hier oben auf keinen Fall. Wenn, dann weiter unten. Auf einem Felsvorsprung. Weithin sichtbar auch ohne Fernglas. Und das mit dem goldenen Haar - naja. Der goldene Kamm - schon eher. Und das gold'ne Geschmeide.  Das wäre schon ein Hingucker. Vor allem, wenn sie sonst nichts am Körper trägt. Außer dem goldenen Haar natürlich. Aber hier oben hat sie bestimmt nicht gesessen. Da hätte man sie von unten ja gar nicht sehen können ...

Wen? Na, die Loreley natürlich.














Sonntag, den 4. Oktober 2015

Es geht einfach nicht ohne das Schreiben. Spätestens nach einer Woche spüre ich, dass mir etwas fehlt. Der gewohnte Tagesrhythmus, die Gegenwart meiner Romanffiguren, das Grübeln, die Phantasiereisen. Und die intensive Arbeit der Textproduktion. Also Schluss mit dem Faulsein. Recherche. Sich in eine vergangene Epoche einlesen, einfühlen und dann, ganz vorsichtig, meine Figuren lebendig werden lassen ...





Sonntag, den 27. September 2015

Geschafft. Gestern habe ich den neuen Roman an den Verlag geschickt. Jetzt kann ich erst einmal durchatmen, ein wenig faulenzen, mich umschauen. Hallo? Da blühen ja tatsächlich noch die Rosen.







 




Dienstag, den 22. September 2015

Seit vorgestern überarbeite ich meinen neuen Roman. Dreihundert Seiten schon geschafft, umgeschrieben, gekürzt, ergänzt, Linien anders gezogen ... Weitere dreihundertfünfzig Seiten habe ich noch vor mir. Es ist spannend, in die selbsterschaffene Welt einzutauchen. Wir Schreiberlinge sind schon verrückte Zeitgenossen ...





Freitag, den 18. September 2015

Abends vor dem Einschlafen ist ein guter Krimi genau das Richtige. Momentan lese ich einen uralten Schinken: Maigret in der Bretagne. Und ich bin begeistert, wie Altmeister Simenon es schafft, Personen und Atmosphäre so packend zu schildern. Es ist übrigends ein früher Maigret, da ist er noch ein ganz anderer. Ein großer, ein wenig grober Bursche mit riesigen Fäusten, der mit den Fischern in der verrauchten Kneipe Calvados trinkt. Von einer Ehefrau ist auch noch nicht die Rede. Bin jetzt richtig gespannt, wie das Drama ausgeht.



Dienstag, den 15. September 2015

Kopfschmerzen! Vorgestern und gestern je ein Romanexposé geschrieben. Heute spuckt mir eine weitere, ziemlich verrückte Idee im Kopf herum, die ebenfalls zu einem Exposé ausgearbeitet werden will. Nein, diese Idee ist wirklich etwas gaga ... Aber ich liebe sie. Also werde ich es versuchen ...





Freitag, den 11. September 2015

Termine für die Buchmesse in Frankfurt festgemacht. Ich werde am Donnerstag, dem 15. Oktober auf der Messe sein und freue mich, liebe Kollegen, Lektoren und meinen Agenten zu treffen. Ein Tag Buchmesse ist genug, das sagt mir die Erfahrung. Üblicherweise hat man am Abend plattgelaufene Füße, Ohrensausen und Kopfschmerzen. Neue, aufregende Projekte kreisen im Kopf und zugleich hat man den Eindruck gewonnen: Oh Gott, es gibt so unendlich viele, tolle Bücher. Ich sollte besser lesen anstatt zu schreiben.




Montag, den 7. September 2015

Grrr .... Nachts um drei sticht mich eine ffiese Mücke in die Hand, es juckt so, dass ich aufwache. Kurze Jagd durchs Schlafzimmer - ich habe Glück. Die Übeltäterin sitzt über dem Bett an der Wand, offensichtlich hungrig nach weiteren Snacks. Mangels Mückenklatsche erschlage ich sie mit dem nächstbesten Buch. Volltreffer! Es war der Krimi  "Gott schütze dieses Haus" von Elisabeth George. Sie möge mir vergeben!



Freitag, den 4. September 2015 
Es muss sein. Ob ich mag oder nicht. Länger kann ich es nicht vor mir herschieben. Aber ich hasse, hasse, hasse es. Ich suche nicht gern meine Steuerbelege zusammen. Weil immer irgendetwas fehlt und ich dann alle Akten und Schubladen durchwühle und mich wahnsinnig ärgere. Aber okay. Es muss sein. Morgen. Morgen ganz bestimmt.     









Mittwoch, den 2. September 2015

Gestern hat mich wieder meine Näh-Leidenschaft gepackt und ich habe Bücherbeutel genäht. Praktisch, wenn man ein Buch in die Handtasche steckt, so bleibt es geschützt und man kann sogar Bleistift, Taschentuch oder Lesebrille dazu tun. Die Stoffe habe ich vor Jahren einmal in Frankreich gekauft,






Montag, den 31. August 2015

Heute der letzte (hoffentlich) Tag der Hitzewelle. Bin froh, dass ich wieder schreiben kann, ohne dass mir die Finger an den Tasten festkleben.